Liebe Leserin, lieber Leser,

ich freue mich über Ihr Interesse an meiner Arbeit und meiner Homepage.
Auf dieser Seite finden Sie Eindrücke, Informationen, Rückmeldungen die mir „durch den Kopf gehen“ und die ich gerne mitteilen möchte.


Jede Frau sollte innerhalb bestimmter Fristen das Recht haben, selbst darüber zu entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft austrägt oder nicht.

Aus diesem Grund sollte der selbstbestimmte Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt werden.

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den Grundrechten eines Menschen im Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Es wird zusammen mit dem Recht auf Leben und dem Recht auf Freiheit der Person in Art. 2 Abs. 2 GG garantiert: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich…“ Dieses Grundrecht schützt sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit eines Menschen.

Mit dem Paragraph 218 Strafgesetzbuch StGB (Kategorie Tötungsdelikte), nachdem Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich strafbar sind, wird dieses Recht der Frauen eingeschränkt und sie und behandelnde Ärzt*Innen kriminalisiert. Es besteht allerdings Straffreiheit „wenn sie den Abbruch innerhalb von 12 Wochen nach einer Beratung durch den Arzt wählen“.

Mit der Änderung des § 219a, der „das öffentliche Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen von Schwangerschaftsabbrüchen unter Strafe stellt“, dürfen Ärzte seit 2019 lediglich darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Für weitergehende Informationen, müssen Frauen sich an Behörden, Beratungsstellen oder die Ärztekammer wenden. Die Bundesärztekammer weist ebenfalls eine Liste der Ärzte und Krankenhäuser, die einen Abbruch vornehmen, aus und informiert über die Möglichkeiten und Methoden des Eingriffs.

„Was muss Ihrer Meinung nach in punkto Schwangerschaftsabbruch für Frauen in Deutschland möglich und gesichert sein?“ Ausschnitt aus einem Gespräch mit Ulle Schauws, Frauen- und queerpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags, 11. Mai 2021, mit Patricia Hecht, Heinrich Böll Stiftung.
„Frauen müssen ohne Angst vor Stigmatisierung sowohl die freiwillige Beratung als auch den Abbruch in Anspruch nehmen können. Sie müssen Ärzt*innen und Kliniken in der Nähe finden. Sie müssen gut informiert werden und die Methode wählen können. All das ist momentan prekär, weil es immer weniger Ärzt:*nnen gibt, die Abbrüche machen und sogar ganze Kliniken Abbrüche verweigern. Dass es nicht genügend Ärzt*innen gibt, liegt auch daran, dass der Schwangerschaftsabbruch noch immer tabuisiert und stigmatisiert ist …

Insgesamt müssen wir einen breiten Ansatz verfolgen. Die Frage, was mit dem 219a passiert, hat in den letzten Jahren gesellschaftlich viel bewegt und verändert. Das Tabu war vorher noch viel größer. Mittlerweile ist klar, dass wir die Situation nicht lassen können, wie sie ist.“


Seitensprünge, Affären, Untreue

(7) Was wenn körperliche Annäherung misslingt?

Kuscheln, hinschauen, berühren, verwöhnen – eine Möglichkeit sich nach einer Phase der Distanz wieder ohne Druck anzunähern.

Was tun, wenn diese Art der Begegnung für die Beziehung ungewohnt, ungeübt oder unangenehm ist? Ungeschickte Berührungen sind schwer auszuhalten, sie lösen Abwehr und Ärger aus und vertiefen den Graben noch der sich zwischen dem Paar aufgetan hat.

Nicht alle Menschen haben im Laufe ihres Lebens liebevolle, einfühlsame Berührungen erlebt – und was ich nicht kenne kann ich auch nur schwer weitergeben.

Wie alle unsere Fähigkeiten ist wohltuende Berührung eine Kompetenz die lernbar ist. In meinen Workshops zu diesem Thema stelle ich zunächst verschiedene Berührungs-möglichkeiten vor. Im Anschluss gestalte ich gemeinsam mit dem/der begleitenden PartnerIn eine Massagesequenz mit einfachen aber wirkungsvollen Techniken für die Rück- und Vorderseite des Körpers.

Nach einem mündlichen Austausch geht es dann in einem weiteren Schritt darum, die persönliche Erfahrung selbst praktisch, unter meiner Anleitung umzusetzen.

Diese Art des Lernens ist sehr hilfreich und wirkungsvoll. Das Paar geht mit einer positiven, praktischen Erfahrung nach Hause – und nun geht es darum, sich beim gemeinsamen Rendezvous auszuprobieren.

Sollte noch deutlicher Übungsbedarf bestehen, ist der Partner, die Partnerin nicht das passende Gegenüber, denn wir sind in dieser Situation Liebhaber und Liebhaberin und nicht Coaches.

Ich biete in der Beratung verschiedene Möglichkeiten an, um in der Berührung sicherer und einfühlsamer zu werden.

Sexualität ist lernbar – das erfahre ich in meiner Arbeit immer wieder – das ist tröstlich und Ansporn zugleich.


Seitensprünge, Affären, Untreue

(6) Wie können wir uns emotional und körperlich wieder annähern

Wir haben uns in ein Schneckenhaus zurückgezogen
sind uns im Kontakt fremd geworden.

Aber wir wollen nicht auseinander gehen.
Was können wir tun?

Es ist sicher entlastend, sich in einem vertrauensvollen Gespräch zu Dritt oder Viert, also mit professioneller Begleitung, zu öffnen, die Kränkungen, Enttäuschungen oder Wünsche anzusprechen, zuzuhören, versuchen zu verstehen oder sogar zu verzeihen – neue Wege auszuloten um sich hoffnungsvoll wieder auf den gemeinsamen Weg zu machen.

Oft ist die körperliche Nähe, das sexuelle Zusammensein verloren gegangen und trotz des gemeinsamen Aufbruchs bleibt, nach meiner Erfahrung, ein körperliches Befremden, eine Unsicherheit bestehen.

Ich empfehle meinen KlientInnen ein regelmäßiges, wöchentliches „Rendezvous“ zu vereinbaren, für ca. eine Stunde, in der es nicht um den besten Sex seit Jahren geht, sondern darum, wieder vertraut mit einander zu werden. Es tut grundsätzlich gut, sich gegenseitig abwechselnd, nacheinander zu berühren, den Körper des Anderen insgesamt und im Detail aufmerksam und absichtslos wieder zu entdecken und mit langen, sehr langsamen Streichungen oder hier und da mit leichten, zarten Berührungen der Fingerkuppen über den ganzen Körper zu fahren. Es braucht kein Öl, aber es fühlt sich intensiver an, die Seiten des Körpers getrennt mit beiden Händen zu verwöhnen … und dabei nicht müßig auf der Seite zu liegen, sondern bequem aber bewegt an der Seite oder zwischen den Beinen zu agieren.

Auf diese Art und Weise entsteht ohne großen Druck eine wohltuende, liebevolle Atmosphäre die auch im Alltag noch spürbar ist.

Sexuelle Berührungen können warten bis bei beiden die innere Bereitschaft, die Sehnsucht wieder gewachsen ist, sich auch auf dieser Ebene wieder zu begegnen


Seitensprünge, Affären, Untreue

(5)Die Entscheidung ist gefallen – wie geht es weiter

Wir verstehen uns nicht mehr
haben uns in ein Schneckenhaus zurückgezogen
sind uns im Kontakt fremd geworden.

Aber wir wollen nicht auseinander gehen.
Wir hatten eine gute Zeit und
wir werden es noch einmal versuchen.

Das Leben als Paar hat unterschiedliche Phasen und Dimensionen.
Wir sind LiebhaberInnen, Eltern, Berufstätige,
Freunde, Lebensabschnittspartner, Vertraute.
Wir sind auch Fremde…

Es ist entlastend, sich in einem vertrauensvollen Gespräch zu Dritt zu öffnen,
den eigenen Standpunkt zu vertreten,
Emotionen zuzulassen,
Erfahrungen und Informationen auszutauschen,
neue Wege auszuloten und
sich hoffnungsvoll gemeinsam wieder auf den Weg zu machen.

Wir sehnen uns in der Partnerschaft nach einem verständnisvollen Gegenüber, nach Intimität, der Gewissheit, so geliebt zu werden wie wir sind – aber wir wünschen uns auch Raum für unsere eigenen Erfahrungen. Eine Beziehung fordert uns heraus, die Schwierigkeiten des Lebens zu bewältigen, innerlich zu wachsen, sich zu entwickeln und dabei hält uns unser/e PartnerIn oftmals den Spiegel vor.

Es tut immer wieder einmal gut „gemeinsame Auszeiten zu nehmen“. Das kann auch ein Workshop oder Seminar zum Thema Sexualität sein. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Paaren, das Erleben liebevoller Nähe und die Inspiration sinnlicher, lustvoller Sexualität, oder – wenn sich nicht lösbare Themen aufgestaut haben, eine körperorientierte Sexualberatung geben der Beziehung wieder Schwung und es tun sich neue Wege auf.

Ich möchte Dich ermutigen, Deine Wünsche und Sehnsüchte ernst zu nehmen. Wage einen Schritt, sprich Deinen Partner/Deine Partnerin an und sage ihm/ihr, dass Du Dir eine Veränderung wünschst.


Seitensprünge, Affären, Untreue

(4)Klarheit finden – Entscheidungen treffen

Wenn die Situation sich aus welchen Gründen auch immer zuspitzt, die Affäre droht aufzufliegen, die innere Zerrissenheit zwischen zwei verschiedenen Menschen und zwei unterschiedlichen Leben so unerträglich wird, dass man nicht mehr weiterweiß und die Gedanken nur noch um diesen einen Punkt kreisen, dann braucht es einen Akt der Selbstbefreiung um wieder Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen.

Wir lernen, wenn wir eine ehrliche Reflektion zulassen, aus jeder Beziehung für uns ganz persönlich. Es kann sein, dass ich zu dem Schluss komme, dass ich meine jetzige Beziehung beenden muss, weil der gemeinsame Weg, so schmerzlich das für alle Beteiligten auch ist, nicht mehr möglich ist.

Es kann sein, dass ich zwei Menschen liebe … aber kann ich das auch auf Dauer … kann ich mit dieser Art der Beziehung meinen Alltag überstehen … und welchen Preis zahle ich dafür?

Ich kann auch die positiven Erfahrungen der Verliebtheit als einen Schatz, der nur mir gehört, mitnehmen und in mein Leben integrieren oder eine Anziehung freudig wahrnehmen und mich dafür entscheiden, sie nicht zu intensivieren und dem Partner treu zu bleiben.

Das unterstützt eine Nähe zum Partner, die Raum für die eigene Persönlichkeit und ihre Entwicklung lässt, die den Partner wohlwollend und lebendig begleitet und eine Beziehung begünstigt, die auf Vertrauen basiert und entspannt, wenn auch nicht schläfrig, in die Zukunft reifen kann.


Seitensprünge, Affären, Untreue

(3)Fremd lieben – eine aufregende Phase

Geht das – in verschiedenen sozialen Kontexten unterwegs sein, Menschen offen und zugewandt begegnen und sich niemals mehr verlieben – weil man in einer Beziehung lebt?

Unser „normaler Menschverstand“ würde das verneinen, für unwahrscheinlich halten. Es gibt Zeiten in unserem Leben, da befinden wir uns zwischen der Sehnsucht nach Halt in unserer Beziehung, lebenslanger Verbindlichkeit, Zuneigung, Liebe … und der hinreißenden Ergänzung als die der/die Andere uns erscheint. Das Zusammensein ist aufregend, anders, bestätigend, wir fühlen uns begehrt, so lebendig, und leiden-schaftlich wie lange nicht … ein Lebensgefühl auf das wir nicht verzichten wollen.

Wir hören von Männern und Frauen die fremd lieben. Sie erscheinen uns begehrenswert, ihr Leben aufregend … und auf Portalen im Internet können wir möglichst risikofrei ,vor Enttäuschungen und Entdeckung, Affären leben „Mit diesen 5 Tipps sind Sie anonym auf Dating-Portalen unterwegs.“

Auf der anderen Seite fürchten wir die Entdeckung, die Scham, die Reaktionen unseres Partners, das Ende von dem, was wir miteinander teilen oder aufgebaut haben, die Zumutung die wir für unsere Kinder sind …

Eine Affäre ist oft eine Lernbeziehung, eine Phase der Selbstbestimmung auf Zeit, ein Stimmungshoch, das auf jeden Fall vorüberziehen wird. Das fühlen wir mehr oder weniger deutlich und fühlen uns schmerzlich zerrissen. Im weiteren Verlauf treibt die Situation einer Zuspitzung zu in der es hilfreich ist, die Kontrolle über das eigene Leben wieder zu gewinnen und sich neben dem Trennungsschmerz darüber klar zu werden, was mir zu meinem Glück fehlt, was ich in mir, mit mir selbst oder in der Beziehung vermisse.


Seitensprünge, Affären, Untreue

(2)Fremd gehen können wir nicht ausschließen

Wir Menschen haben uns bis heute nicht völlig aus der biologischen Natur unserer nächsten Verwandten herausgelöst – ein wesentlicher Antrieb der männlichen Säugetiere ist die Weitergabe der eigenen Gene durch die Begattung und der Instinkt der weiblichen Säugetiere die Pflege, das Überleben der Nachkommen und damit die Weitergabe der eigenen Gene.

Im Verlauf der Evolution haben wir einen anderen soziokulturellen Weg eingeschlagen … und mit dem Sesshaft werden und der Entstehung von Privatbesitz wurde der Zusammenhalt und die Verteidigung der jeweiligen Gemeinschaft und ihrem Besitz existenziell.

Wir haben heute die Möglichkeit ein langes, erfülltes Leben mit unterschiedlichen Phasen, Erfahrungen und Erkenntnissen zu leben …das bedeutet auch, dass wir zu Beginn einer Beziehung nicht übersehen können, wohin uns unser weiterer Lebensweg führt. Unsere Erwartungen an PartnerInnen sind hoch. Liebende wollen wir sein, Gefährten, Freunde und oft auch Eltern. Wir wünschen uns in einer Beziehung sicher, geborgen, anerkannt und geliebt zu fühlen … aber je nachdem wie sich unsere Persönlichkeit entwickelt hat, wollen wir uns auch umsehen dürfen, offen für neue Erfahrungen sein.

Wir müssen einander enttäuschen, früher oder später, und das macht uns anfällig für Affären.

Wenn wir eine lange Beziehung anstreben bedeutet dass, niemand kann dem Anderen alles sein und so ist ein/e LiebhaberIn vielleicht einfach nur der/die gesuchte, oder zufällig Andere, der/die unsere Sehnsüchte stillt.

Es stellt sich die Frage, wie wir individuell mit dieser Tatsache umgehen können. Je sicherer ich meiner selbst bin, mein eigenes Leben gestalten, bestehen kann und weiß, dass ich letzten Endes keinen Anspruch auf meinen Partner/meine Partnerin habe, umso eher kann ich, neben den emotionalen Verletzungen, (m)eine Haltung finden.


Seitensprünge, Affären, Untreue

(1)Nicht nur Männer – auch Frauen gehen fremd

Eigentlich weiß es jeder „Nicht nur Männer, auch Frauen gehen fremd“ … mit wem sonst würden Männer fremd gehen?

Es ist allerdings kein Thema mit dem Frauen sich brüsten. Obwohl es ihnen, zumindest in der westlichen Welt, möglich ist, ihre Sexualität freier als früher auszuleben, sie finanziell unabhängiger sind und nicht mehr befürchten müssen, im Scheidungsfall ihre Kinder zu verlieren.

Das Fremdgehen von Männern hat eine sehr lange Tradition und wird unausgesprochen geduldet – „So sind sie halt …“.

Für Frauen galten schon immer sehr eng gefasste, sexuelle Regeln – „Die Schlampe“ – Eine Affäre oder das Beenden einer Beziehung wird auch heute noch wesentlich strenger beurteilt – und immer wieder von betroffenen Männern mit Gewalt beantwortet. Dahinter verbirgt sich die gesellschaftliche Ablehnung der Tatsache, dass auch Frauen sexuelle Erfahrungen machen müssen um sich zu einer selbstbestimmten, lustvollen Frau entwickeln zu können. „Aber das möchte sich niemand wirklich vorstellen …“


Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (english International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen, später auch Trans-, Bi- und Intersexuellen, als Aktionstag begangen, um durch Aktionen mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen.

Das Leben auf dieser Erde ist vielfältig, Menschen sind vielfältig – und das ist keine Bedrohung für mich sondern eine Bereicherung. Öffnen wir uns für dieses vielen Möglichkeiten von Erfahrung und Austausch. Zeigen wir Zivilcourage, Menschlichkeit und Respekt.


Was wir nicht brauchen!

Es gibt wieder einmal ein neues „innovatives“ Produkt auf dem Markt der Damenhygieneartikel. Zwei 32-jährige Männer haben pinke Einmal-Handschuhe, Pinky Gloves „erfunden“, mit denen Frauen Tampons „hygienisch“ aus der Vagina entfernen und „diskret“, d.h. blicksicher in einem „Müllbeutel“ entsorgen können, wenn sie unterwegs sind. Bekannt wurde dieser Artikel durch den Zuschlag von Investor Ralf Dümmel in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ im deutschen Privat-Sender Vox.

Liebe Frauen, lassen wir uns nicht einlullen … das Produkt wird jung, praktisch und ästhetisch beworben … aber was steckt dahinter; denn wir, die KäuferInnen entscheiden darüber, ob dieses Produkt erfolgreich ist oder vom Markt verschwindet.

Angeblich soll uns Pinky Gloves den Alltag, in der Zeit der Menstruation, Mens, Periode, Monatsblutung leichter machen … Tatsache ist, ich kann in allen Toiletten ein Tampon mit Toilettenpapier oder einem Tempo umwickeln und im Mülleimer entsorgen. Muss ich damit rechnen, dass es keine hygienische Möglichkeit gibt, nehme ich ein verschließbares Tütchen mit.

Also, ist das schon alles!?

Tatsächlich signalisiert dieses Produkt unreflektierte Annahmen wie die Periode ist etwas Anrüchiges oder Ekliges, das in jedem Fall vor den Augen anderer versteckt werden muss … es ist unhygienisch, das Tampon am Fädchen mit den Fingern aus der Vagina herauszuziehen … wieso, weder die Vagina noch Blut ist schmutzig oder infektiös – oder -. es ist ekelhaft, ein eingewickeltes Tampon in einem Abfalleimer zu enddecken … ja, unvorbereitet kann es mich stören … aber es ist eben auch ein Abfalleimer.

Es ist eher die immer noch tiefsitzende Abneigung gegen diesen intimen, tabuisierten Vorgang. Wir haben noch nicht erreicht, dass es zum gesellschaftlichen Konsens gehört dass wir sagen können, ich bin stolz darauf eine Frau zu sein und der monatliche Zyklus ist ein fruchtbares, potentes Zeichen meines Frauseins.

Und noch ein wichtiges Argument –  wie in allen Bereichen unseres Lebens, geht es darum Müll, vor allem Plastikmüll, zu vermeiden statt noch mehr zu produzieren. In den letzten Jahren sind zunehmend nachhaltigere Alternativen zu Tampons und Binden auf den Markt gekommen, wie z.B. Schwämmchen, Menstruationstassen und Periodenunterwäsche.

Also, liebe Frauen, wir wissen, was wir wirklich brauchen!

Gitta Arntzen


Elternschaft und Sexualität

„Wir waren sexuell nie besonders aktiv … dann kamen die Kinder und wir hatten überhaupt keinen Sex mehr.“ 

„Wir waren sexuell glücklich – mit der ersten Schwangerschaft hatten wir immer weniger Sex und seitdem die Kinder da sind, haben wir uns sexuell verloren.“

Aussagen dieser Art höre ich, gerade auch von Männern immer wieder … es scheint, Elternschaft und Sexualität sind unmöglich oder nur sehr schwer mit einander zu vereinbaren.

Für mich drängt sich zunächst die Frage auf, wie war die gelebte Sexualität vor der Schwangerschaft? Wir gehen stillschweigend davon aus, dass Sexualität zu Beginn der Beziehung für beide mit an erster Stelle steht. Das ist nicht so! Paare finden sich auch aus anderen Gründen, wie gemeinsame Interessen, dem Bedürfnis nach Sicherheit oder Elternschaft … und diese Präferenz ändert sich in der Regel im Verlauf der Partnerschaft nicht.

Mit der Schwangerschaft beginnt eine neue Lebensphase. Eltern zu werden, bringt viele Veränderungen mit sich, im Alltag, in der Beziehung und für das jeweilige Rollenverständnis. Diese Zeit ist nicht nur von Glück geprägt, sondern auch von Verunsicherung, Verantwortung, neuen Aufgaben und körperlicher Anstrengung. Da ist es verständlich, dass das Thema Sexualität in den Hintergrund tritt, vor allem für die Mütter, da sie in dieser Phase insbesondere seelisch, emotional und körperlich gefordert sind.

Sexualität ist eine starke, vitale Kraft, eine Fähigkeit, die immer wieder erweitert und erlernt werden kann. Sie stärkt uns in unserem Selbstbewusstsein, entspannt uns und schafft eine wohltuende und emotionale Bindung zu unserem Partner, die auch Probleme des Alltags erleichtern kann. Es ist wichtig, sich bewusst, nach einer Zeit der Eingewöhnung in die neue Lebensphase, auch wieder sinnlich, erotisch einander zuzuwenden. Oft braucht es dazu den Willen, die Erkenntnis, sich nicht aus den Augen verlieren zu wollen.

Es ist nicht einfach – aber es macht Sinn, sich die Frage zu stellen, wann haben wir wieder Zeit für uns? Wie können wir unsere „Rendezvous“ organisieren um uns wieder nah zu sein, zu kuscheln, uns zu spüren und mit der Zeit auch wieder sexuell zu begegnen? Die Erfahrungen der Elternschaft prägen und verändern uns und damit auch unsere Sexualität … es tut gut, sich selbst wieder sexuell wahrzunehmen und mit dem Partner/der Partnerin auszuloten wie wir uns in dieser Phase unseres Lebens sexuell begegnen möchten.

Ergänzung

Es wäre hilfreich, wenn KinderärztInnen, das sind Kontakte die in den ersten zwei Jahren nach der Geburt auf jeden Falls stattfinden, sich dieses Themas annehmen würden, „leise“ nachfragen und inspirieren … denn eine emotional und sexuell glückliche Beziehung stärkt auch die Kinder.


Codewort „Maske 19“: Apotheken helfen bei häuslicher Gewalt

Die aktuelle Situation ist für alle außergewöhnlich: Die Menschen sind aufgefordert, Kontakte zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Paare und Familien sitzen oft auf engem Raum gemeinsam fest. Viele arbeiten im Homeoffice, andere sind wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entweder von Arbeitslosigkeit bedroht oder bereits entlassen. All das steigert Stress und führt zur psychischen Belastung.

Daher befürchten Regierungen und Hilfsorganisationen eine Zunahme von häuslicher Gewalt, vor allem gegen Frauen. Da der gewalttätige Partner weniger die Wohnung verlässt als sonst, hat das Opfer kaum die Möglichkeit, sich Hilfe zu suchen. Eine der wenigen Gelegenheiten in Zeiten strikter Ausgangsbeschränkungen ist der erlaubte Gang zum Supermarkt oder zur Apotheke. Neben dem Hilfetelefon gegen Gewalt von Frauen (Tel. 08000/116 016 oder www.hilfetelefon.de), das rund um die Uhr besetzt ist, bieten die Apotheken mit dem Codewort „Maske 19“ direkte, konkrete Hilfe an.


Missbrauch – Massive Drohungen

Laut Spiegel vom 14. November dieses Jahres und dem Landessportverband Baden-Württemberg ist es wieder einmal zu sexuellen Übergriffen von Trainern gegenüber jungen Athletinnen gekommen. „Wir wollen, das das endlich aufhört“. Trotz der Kampagne von 2017 „Coach don’t touch me“ und der Ernennung einer Beauftragten zur Prävention sexualisierter Gewalt kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen, wie das chauvinistische  Bekanntgeben von Vergewaltigungswitzen in der Trainingshalle, dem Versenden von sexistischen Fotos und Nachrichten oder nicht einvernehmlichem Geschlechtsverkehr. Die Staatsanwaltschaft in  Stuttgart und Heidelberg ermitteln.

Trotz der gesetzlich garantierten Gleichberechtigung kommt es in unserer Gesellschaft immer wieder zu sexueller Ausnutzung,  gerade von Frauen –  immer dort, wo sie aufgrund von bestehenden Machtverhältnissen erpressbar sind. „Wenn du gefördert werden möchtest, musst du dich meinem Willen beugen. Wenn du das nicht machst, werde ich deine Karriere beenden.“

Es ist mutig, an die Öffentlichkeit zu gehen, wichtig zu wissen, dass es diese Misstände immer noch gibt und unverzichtbar, sich entsprechend zu positionieren.

Gitta Arntzen


Ich bin da – wie geht es Dir? Gesprächsangebot vor den Feiertagen (kostenlos)

In der Vorweihnachtszeit rücken viele Menschen zusammen, fühlen sich aufgehoben in der Verbundenheit und Nähe mit ihren Lieben … das Ende des Jahres ist absehbar und es kündigt sich das neue Jahr mit Chancen und Unwägbarkeiten an. Gerade der Dezember ist eine Zeit der Emotionen von zauberhaft, bewegt, fröhlich, glücklich bis melancholisch, traurig, verzweifelt oder einsam.

Sie wünschen sich ein Gegenüber, eine Zuhörerin – zögern Sie nicht und rufen mich an. Sie erreichen mich im Dezember dienstags und donnerstags von 17 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 14 Uhr, außer am 24. Dezember, unter meiner Festnetz-Nr. 02137-9980131.

Mit herzlichen Grüßen  Gitta Arntzen


Bitte lächeln – trotz Maske

Wenn ich über die Straße gehe, sehe ich leider keine Gesichter mehr … ich sehe Masken und fühle ein unterschwelliges Befremden … ich suche die Augen um festzustellen ob mich jemand ansieht, mich wahrnimmt … ich habe den Eindruck, als ob sich die Menschen hinter ihr verstecken, nur noch darüber hinausschauen um ihren Weg zu finden …in Gedanken sind und in ihrer Welt kreisen … die Atmosphäre ist weniger persönlich geworden … aber das Bedürfnis nach Kontakt ist geblieben … trotz oder gerade wegen dieser schwierigen Zeiten …

Hey sieh mich an … schick mir einen Gruß … über die Maske hinweg … ein Lächeln … ich sehe es an Deinen Lachfältchen … es ist wie ein Sonnenstrahl … es wärmt mir das Herz … ich zwinker‘ Dir zurück … ich habe Dich auch gesehen … wir schaffen das schon … es wird wieder besser werden … bis dahin … mach‘s gut … bleib gesund …


Pornos für Frauen

Die gängigen Pornos finden bei vielen Frauen nicht so viel Anklang wie bei den Männern. Wenn ich in meiner Beratungspraxis Klientinnen frage, ob sie ihre sexuellen Fantasien und damit ihre Erregung auch von Pornos inspirieren lassen, höre ich sehr oft, dass die Handlungen und die DarstellerInnen sie nicht wirklich ansprechen. Das ist eigentlich schade. Ich möchte deshalb auf das Projekt von Erika Lust, einer schwedischen Drehbuchautorin, Regisseurin, Filmproduzentin und Autorin hinweisen. Sie ist eine der Pionierinnen feministischer Pornografie.

EIN NEUES KINO FÜR FRAUEN

Ein Auszug aus dem Manifest von Erika Lust

„Der neue Porno verwandelt die Welt in einen besseren Ort für alle. Nehmen wir die Herausforderung an! Manifest für einen neuen Pornofilm: intelligent, weiblich und feministisch. Da sind wir endlich! Wir Frauen werden den Porno verändern. Im neuen Pornokino möchte ich Frauen sehen, die entscheiden, wie wir repräsentiert werden: Ich möchte Frauen sehen, so wie sie sind, Frauen wie du und ich, Frauen mit Gefühlen, mit Ausbildung und Beruf, Mütter, verheiratete, geschiedene und alleinstehende Frauen, Liebhaberinnen, junge und alte, schlanke und mollige Frauen, die ihre Sexualität genießen und auch an den Sexszenen in den Filmen ihre Freude haben.

Die Sexualität der Frauen ist sehr ausdrucksstark. Das macht vielen Männern vielleicht zu schaffen, die lieber glauben, dass nur Huren und »heiße Weiber« sexuell attraktiv und die übrigen Frauen harmlos und unschuldig sind. Kaum ein Mann denkt gerne über die Sexualität seiner Mutter, Schwester oder Tochter nach. Dabei sind wir Frauen doch alle sexuelle Wesen, und nicht nur die Jenna Jamesons dieser Welt.

Ich werde die Hände nicht in den Schoß legen und warten, bis die Pornoindustrie sich bequemt, ihre Vorstellungen und Vorurteile über die weibliche Sexualität zu revidieren. Wenn wir es nicht tun, wird es niemand tun!

Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Porno zu ignorieren, ihn als nebensächlich und anrüchig zu betrachten, ihn als ein Genre zu sehen, das mit anderen Aspekten des Lebens nichts zu tun hat. Doch das ist nicht wahr, denn der Porno ist nicht nur Porno, er ist ein Diskurs, eine bestimmte Art, über Sex zu sprechen. Er wirft einen bestimmten Blick auf das Männliche und das Weibliche. Aber er ist ein fast zu 100% maskuliner (und oft auch machohafter) Diskurs, es gibt kaum weibliche Stimmen, so wie es bis vor kurzem kaum weibliche Stimmen in der Politik oder in den Führungsetagen der Wirtschaft gab.

Ich bin nicht nur der Meinung, dass wir Frauen das Recht haben, uns am Pornokino zu erfreuen, sondern dass wir uns auch an der Ausrichtung des Inhalts dieses Diskurses beteiligen sollten. Wir müssen kreativ werden: Drehbücher schreiben, Filme drehen und produzieren…

Ich bin vor kurzem Mutter geworden, und ich glaube, es würde mir gefallen, dass, wenn meine Tochter sich als junges Mädchen einen Pornofilm anschaut, sie positive Botschaften über ihre Sexualität erfährt. Ich möchte nicht, dass ihr im Porno die Welt des Sex von Rocco, Nacho, Marc Dorcel, Private oder Penthouse erklärt wird. Ich spreche mich nicht für eine weibliche Zensur aus – die Männer werden ihren Standpunkt immer vertreten, was ich akzeptiere und respektiere -, ich möchte nur, dass es nicht die einzige Sichtweise bleibt. Ich will einen Porno, in dem es verschiedene Ansichten und Meinungen gibt.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die (ob es uns gefällt oder nicht) »pornofiziert« ist. Der Porno ist im Internet sehr präsent und hat auch Einzug in die Massenmedien gehalten; aus den obskuren Hinterzimmern ist er längst heraus. Deshalb ist es überaus wichtig, dass wir Frauen diese Entwicklung kritisch beobachten. Die Werte, die der Porno vermittelt, müssen von uns ständig in Frage gestellt und analysiert werden.

Als die feministische Bewegung in den sechziger und siebziger Jahren stark wurde, kritisierte sie die machohaften Werte, die durch das Kino und die Werbung noch verfestigt wurden. Heute müssen wir mit dem Porno ebenso verfahren. Wir können ihn nicht ignorieren und glauben, dass er nicht so wichtig sei, weil ja nur Männer ihn sich ansehen. Selbst wenn es so wäre: Das, was die Männer im Porno sehen und lernen, betrifft uns ganz direkt. Viele von ihnen verschaffen sich ein Bild von der weiblichen Sexualität nur über den Porno.

Ich glaube, wir Frauen sollten Einfluss nehmen auf Diskurs und Inhalt der Pornografie, denn so könnten wir den Männern auf sehr eindringliche und bildhafte Weise unsere Sexualität erklären. Gibt es eine bessere Möglichkeit, ihnen das verständlich zu machen, von dem wir wissen, dass viele von ihnen es nur schwer verstehen?“

Erika Lust
http://www.pornofuerfrauen.com/manifiesto.html


Die weibliche Emanzipation zeigt sich auch an der Stimme

Weibliche Stimmen sind heute deutlich tiefer als noch vor Jahren. Das zeigt laut Michael Fuchs, Leiter der Sektion für Phoniatrie und Audiologie an der Leipziger Universitätsklinik die „Life“ Studie an gesunden Ewachsenen zwischen 40 und 80 Jahren. Es wurde festgestellt, dass biologische Faktoren, wie z.B. die Anatomie oder Hormone keinen Anteil an dieser Veränderung haben. Ergebnis „Das Rollenbild der Frau hat sich verändert“.

Bei dem Studienprojekt wurden u.a. festgestellt, dass Frauen heute im Schnitt mit 165 Hertz sprechen, der Abstand zur männlichen Stimme hat sich halbiert. „Das ist ein signifikanter Unterschied, der biologisch nicht zu erklären ist. Die männliche Stimme liegt weltweit im Durchschnitt bei 110 Hertz, die der Frauen bei 220 Hertz“, also eine Oktave höher, sagt Michael Fuchs.

Eine eher tiefere Stimme signalisiert Kompetenz, schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Generell empfinden Menschen sowohl bei Männern als auch bei Frauen tiefere Stimmen als angenehm. Höhere Stimmen hingegen wecken Beschützerinstinkte, oder drücken Unsicherheit aus.

Aufgrund des veränderten Rollenbildes sind Frauen heute selbstbewusster, beruflich erfolgreich, verdienen mehr Geld. Ihr soziales und berufliches Umfeld hat sich entsprechend verändert und damit sowohl bewusst als auch unbewusst die Stimmlage. Im Umgang mit Kindern kann man davon ausgehen, dass sie die tiefere Stimmlage übernehmen.

„In Japan haben Frauen die höchsten Stimmen weltweit, die hohe Stimme gilt dort als Schönheitsideal. Die tiefsten Stimmen haben Frauen in Skandinavien, Länder, in denen die Gleichberechtigung weit fortgeschritten ist.“


YSE!CON erste digitale Krebsconvention

Liebe Teilnehmer*Innen, Panelisten und Freunde,
Liebe Gitta Arntzen,

nach einem langen und intensiven YES!CON-Wochenende hat uns eine so beeindruckende Welle an Zustimmung, Ermutigung und Anerkennung erreicht, wie wir es selbst in optimistischen Prognosen nicht erwartet hatten. Unsere Bewegung für einen offenen, tabu- und angstfreien Umgang mit Krebs wurde von einer breiten Öffentlichkeit aufgenommen und durchweg begrüßt.
Dieses Event lebte von den vielen wunderbaren Menschen in weit über 30 Panels und Workshops. Von Ärzten, Experten und Prominenten und vor allem aber von den beeindruckenden Patienten und ihren vielen persönlichen Geschichten und Erfahrungen. Es waren bewegende Momente, wenn menschliche Schicksale so authentisch sicht- und hörbar wurden. An diesem Wochenende haben wir dem Krebs ein anderes, lebensfrohes Gesicht gegeben, das der Hoffnung und Zuversicht. Niemand konnte sich diesen Emotionen entziehen. Fast alle Mitarbeiter, Helfer, Besucher und Journalisten hat das oft im Innersten berührt, nicht selten flossen sogar Tränen.

Das haben wir vor allem auch Ihrer und Deiner Teilnahme zu verdanken. Wir verneigen uns vor unseren Gästen und all denen, die uns ermöglicht haben, unseren Traum der YES!CON zu realisieren.

#Du bist nicht allen. Wir werden uns auch weiterhin diesem Motto verpflichtet fühlen. Die Stimme von Patienten muss gehört werden. Und dieser Stimme wollen wir Gehör verleihen. Jeder Mensch mit einer Krebserkrankung sollte als Persönlichkeit wahrgenommen werden und sich in einer Gemeinschaft von anderen Patienten aufgehoben fühlen.

Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame YES!CON am 18./19. September 2021 in Berlin.

Nochmals verbindlichen Dank für die engagierte Teilnahme und besonders herzliche Grüße


UNTOLD STORIES

Peter Lindbergh hat Fotogeschichte geschrieben. In den 1980er Jahren erweiterte er die Bildsprache der Modefotografie – eine Pionierleisutng, deren Nachwirkungen bis heute zu spüren sind. Seine ikonischen Porträts von Supermodels haben ein neues Zeitalter von natürlicher Schönheit und selbstbewusster Weiblichkeit eingeläutet und unser visuelles Gedächtnis nachhaltig geprägt.

Ich habe die Ausstellung gesehen – und war beeindruckt.

https://www.art-in-duesseldorf.de/ausstellungen/peter-lindbergh-untold-stories.html


Separee

ist ein Erotikmagazin. Ich schätze den vielseitigen, ausgewogenen und kompetenten Blick auf das Thema Sinnlichkeit, Sexualität und Erotik und empfehle sie gerne KlientInnen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Sexualität sind und sich lustvoll inspirieren lassen möchten.

Ich hatte die Gelegenheit von Frau Glück zu einem Interview zum Sexocorporel Konzept und meinen Erfahrungen in der Beratungspraxis eingeladen zu werden und freue mich, dass es nun in der Separee Nr. 26 veröffentlicht wurde.

Falls Sie Interesse an diesem Erotikmagazin oder meinen o.g. Ausführungen haben, schauen Sie doch mal rein …

Zum Artikel

Gitta Arntzen


Ich liebe meine Frau – aber ich schlafe nicht mit ihr

„Ich liebe meine Frau … aber wenn es zu Zärtlichkeiten kommt und sie mehr möchte, bin ich unendlich müde und ziehe mich zurück. Inzwischen ist meine Frau unzufrieden, fühlt sich von mir nicht mehr begehrt und hat angedeutet sich evt. einen Liebhaber zu suchen.“

In unserem folgenden Beratungsgespräch stellte sich heraus, dass Herr B. sich stark über seine Arbeit definiert und abends müde und gestresst ist. Er kuschelt gerne mit ihr, wenn er dann seine beginnende Lust bemerkt, spürt er eine Barriere. Er hat den Wunsch in ihr zu sein, fühlt sich aber unendlich müde. Herr B stellte nach einem Moment des Hinspürens und sich Erinnerns fest, dass es nicht die Müdigkeit ist die ihn abhält, sondern der Gedanke, was ist, wenn es wieder einmal nicht klappt mit der Erektion. Er schützt die Müdigkeit vor; dahinter steckt die Angst zu versagen, sie zu enttäuschen und keinen Weg aus der Sackgasse hinaus zu wissen.

Ich habe berichtet, dass Paare sich einschränken in der Art, wie sie ihre Sexualität ausleben … der GV ist das unbedingte Muss und das kann in manchen Lebensphasen in Leistungsdruck ausarten. Wir haben vereinbart, den GV mal für eine begrenzte Zeit außen vor zu lassen und andere sinnliche, lustvolle Möglichkeiten auszuprobieren.

Bei unserem folgenden Treffen berichtete Herr B. dass sie sich zunächst an die Vereinbarung gehalten und sich verwöhnt haben … aber dann hat sich Lust und Erregung überraschend bei ihm eingestellt und er konnte seine Erektion ungestört und lustvoll, für beide, bis zum GV ausleben.

Mit einem Augenzwinkern stellte Herr B fest, wenn ich meine Erwartungen loslasse und mich dem Augenblick hingebe, entwickelt sich alles wunderbar …


Uns fehlt Berührung

Für mich wird es immer deutlicher spürbar, Covid-19 unterbindet was für uns Menschen u.a. existenziell wichtig ist –  Berührung und Körperkontakt.

Weil der Körper bei achtsamer, liebevoller Berührung das Bindungshormon Oxytozin, auch Kuschelhormon, ausschüttet, verlangsamt sich die Herzfrequenz und die Atmung, die Muskeln entspannen sich und das Stresshormon Kortisol wird gedämpft. Berührung vermittelt uns körperliche Nähe, sie löst Vertrautheit, Zuneigung, Trost oder Mitgefühl aus, wir fühlen uns angenommen, geliebt und sicher. Wir spüren körperlich, dass wir nicht alleine sind, dass es ein menschliches Gegenüber gibt.

Die Wirkung ist deutlich schneller und nachhaltiger als viele wohlgemeinte Worte es tun können. Es gibt nichts was Berührung ersetzen kann.

Gerade jetzt, wo für uns die Herausforderungen langwierig, existentiell und bedrohlich sein können, ist es wichtig, dass wir auch für unsere eigene Ausgeglichenheit, unsere emotionale, seelische Befindlichkeit sorgen.

Was können wir tun? Mangelnde Berührung lässt sich ein Stück weit durch Selbstberührung kompensieren, z.B. sich pflegen, eincremen, massieren, sich halten … es gibt auch eine wohltuende Verbindung zwischen Berührung und Wärme, die wir mit Duschen, Baden, einer Wärmeflasche, Kuscheldecke oder bei diesem schönen Wetter mit einem Sonnenbad herstellen können.

Andere Beschäftigungen wie z.B. Kochen/Essen, Musikhören, Sporttreiben, Filme schauen, lenken uns ab, regen unser Belohnungssystem an, führen dazu, dass Dopamin ausgeschüttet wird und wir uns wohl fühlen.

Also, schenken wir uns einen Moment und spüren hin was uns heute gut tun könnte …


Sexismus und Rassismus

Seit einigen Tagen richtet sich unser Blick ungläubig, erschreckt oder mitfühlend auf die Unruhen in den USA. Das Thema Rassismus ist ein schon lange schwelender Konflikt in der amerikanischen Gesellschaft, der sich immer wieder an willkürlich ausgeübter Polizeigewalt entzündet. So abstoßend die konkrete Situation dort auch ist, macht es doch Sinn den Blick nach innen, also unserer Gesellschaft und unseren Verhältnissen zuzuwenden.

„Sexismus, Rassismus und Homophobie gehen Hand in Hand“, Prof. Dr. Judith Wyttenbach, Assistenzprofessorin Universität Bern.

In den Sozialwissenschaften wird Sexismus, Homophobie und Rassismus unter dem Begriff  „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ geführt. (Wikipedia)

Sexismus Homophobie und Rassismus haben viel gemeinsam. Immer geht es darum, zu Verallgemeinern, Menschen als ‚anders‘ wahrzunehmen oder zu konstruieren, sie zu bewerten bzw. abzuwerten. Gleichzeitig wird die eigene Identität von diesem ‚Anderssein‘ abgegrenzt und aufgewertet, um damit verbundene Privilegien wie Macht oder besondere gesellschaftliche Wertschätzung zu erhalten, uns selbst aufzuwerten oder Aggressionen zu rechtfertigen.

„Jede Frau und jedes Mädchen, gleichgültig wie alt oder attraktiv sie ist, welcher Nationalität oder Religion sie angehört, kann sexualisierte Gewalt erleiden“, heißt es auf der Homepage des Hilfetelefons der Bundesregierung in Köln. „Sexualisierte Gewalt gegen erwachsene Frauen wird nicht nur in Form von Vergewaltigungen ausgeübt. Sie äußert sich auch durch sexuelle Belästigung, zum Beispiel in Form von:

  • sexuellen Anspielungen, obszönen Worten oder Gesten
  • aufdringlichen und unangenehmen Blicken
  • Briefen oder elektronischen Nachrichten mit sexuellem Inhalt
  • dem unerwünschten Zeigen oder Zusenden von Bildern oder Videos mit pornografischem Inhalt
  • sexualisierten Berührungen“

Man kann diese Aufzählung erweitern um die strukturelle Diskriminierung wie z.B.

bei einer Vergewaltigung müssen Frauen explizit nein sagen, auch wenn sie nicht in der Lage dazu sind, sonst wird es als minderschweres Vergehen behandelt oder

die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit.

„Sexismus wird gegenwärtig zweifellos selbstverständlicher hingenommen als Rassismus“

Frauenforscherinnen, die sich mit Rassismus beschäftigen, weisen darauf hin, dass sowohl beim Rassismus als auch beim Sexismus Menschen auf Grund ihres Körpers, also aufgrund wahrnehmbarer Äußerlichkeiten vermeintlich „innerliche Eigenschaften“ zugeschrieben werden. Um sie wegen ihrer geschlechtlichen oder ethnischen Gruppenzugehörigkeit zu unterdrücken oder gar auszurotten, werden und wurden oft auch z.B. christliche, kulturelle oder nationalistische Legitimationen angeführt.

Gerne wird auch ein deutlicher Unterschied gemacht zwischen „unserem“ westlichen Lebensstil und dem Lebensstil der „Anderen“. Unser Lebensstil, die aufgeklärte Kultur des westlichen Abendlandes, zeichnet sich angeblich durch ihre Individualität und Rationalität, das Individuum und seine Entwicklungschancen aus. Dagegen wird am Lebensstil der Fremden, der „Anderen“ vor allem deren kollektive Lebensform betont, die sich auszeichnet durch sozialen, familiären Gruppendruck und Ungleichheit der Geschlechter.

In allen Fällen werden wir dem Einzelnen, seinen berechtigten Wünschen und Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben nicht gerecht. Wir müssen uns fragen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

Wir alle sind nicht gefeit vor unbewussten sexistischen oder rassistischen Gedanken – also seien wir wachsam und mutig.


Vulva – Lust und Tabu

Wie kann es sein, dass in heutiger Zeit das weibliche Geschlecht im Wesentlichen noch immer unbekannt, ein Tabu ist … Historie, Fakten, Meinung …

Gert Scobel gestaltete mit Mithu Sanyal, Kulturwissenschaftlerin, Sheila de Liz, Gynäkologin und Ann-Marlene Henning, Sexologin eine inspirierende Sendung mit dem Versuch, die vielen Facetten dieses Themas einzufangen … sie kann hier noch „erlebt“ werden

https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel—vulva-lust-und-tabu-102.html


was für eine Überraschung

… ein von mir bearbeitetes Klitorismodell als be-greifbaren Hingucker zum Artikel von Alice Schwarzer … ein Aha-Erlebnis … für Frauen und Männer … so erlebe ich die Vorführung und Erklärung des Modells in meinen Vorträgen und Seminaren … Danke EMMA

das Originalmodell einer Klitoris, bearbeitet von Gitta Arntzen

ich bin auch auf facebook präsent … schauen Sie doch mal vorbei …

ach übrigens, Sie können das Klitorismodell auch erwerben …


Einblicke – Ausblicke

Sexualität ist dynamisch


Seminarinfos:

Wie kann ich mich lustvoll erregen? – online –

Veröffentlicht am 18. Oktober 2021

Diese Frage löst oft Irritationen aus. Oft tun wir „es“ mehr oder weniger unbewusst; es passiert wie von selbst, unbefriedigend oder eben gar nicht. Die Art und Weise wie ich meine Sexualität lebe ist m/eine Kompetenz, die ich erweitern und vertiefen kann. Dabei geht es zunächst nicht um den Grad von Verliebtheit oder die Attraktivität […]

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yeswecancer:

YES!WEEKLY Sondernewsletter

Veröffentlicht am 29. April 2021

Liebe Freundinnen und Freunde, die YES!APP Nutzer*innen unter euch werden es bestimmt schon gesehen haben: Seit einigen Wochen haben Wir ein neues und einzigartiges Feature im Angebot: Die YES!COACHES. In diesem Sonder-Newsletter wollen wir Dir einen detaillierten Überblick über die YES!COACHES, ihren Zweck und die Idee dahinter geben… Was macht ein YES!COACH? Ganz einfach: Zuhören. […]

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Klienten und Klientinnen fragen:

Elternschaft und Sexualität

Veröffentlicht am 6. April 2021

„Wir waren sexuell nie besonders aktiv … dann kamen die Kinder und wir hatten überhaupt keinen Sex mehr.“  „Wir waren sexuell glücklich – mit der ersten Schwangerschaft hatten wir immer weniger Sex und seitdem die Kinder da sind, haben wir uns sexuell verloren.“ Aussagen dieser Art höre ich, gerade auch von Männern immer wieder … […]

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Klienten und Klientinnen fragen:

Hilfe bei häuslicher Gewalt

Veröffentlicht am 6. April 2021

Codewort „Maske 19“ – Apotheken helfen bei häuslicher Gewalt Die aktuelle Situation ist für alle außergewöhnlich: Die Menschen sind aufgefordert, Kontakte zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Paare und Familien sitzen oft auf engem Raum gemeinsam fest. Viele arbeiten im Homeoffice, andere sind wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entweder von Arbeitslosigkeit bedroht […]

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Klienten und Klientinnen fragen:

Veröffentlicht am 6. April 2021

Codewort „Maske 19“: Apotheken helfen bei häuslicher Gewalt Die aktuelle Situation ist für alle außergewöhnlich: Die Menschen sind aufgefordert, Kontakte zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben. Paare und Familien sitzen oft auf engem Raum gemeinsam fest. Viele arbeiten im Homeoffice, andere sind wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entweder von Arbeitslosigkeit bedroht oder […]

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Klienten und Klientinnen fragen:

Männer ohne Erfahrung

Veröffentlicht am 5. April 2021

„Hi, ich heiße Markus und bin 32 Jahre alt. Ich bin sehr ruhig und gegenüber Frauen sehr schüchtern. Daher habe ich keine Erfahrung in Sachen Sex, Liebe. Das möchte ich jetzt gerne ändern. Würde ein Treffen bei dir mir weiterhelfen?“  „Ich heiße Domian, bin 33 Jahre alt, Single und trage seit Beginn meines Erwachsenenlebens sexuelle […]

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yeswecancer:

YES!WEEKLY #10

Veröffentlicht am 19. Februar 2021

Coronaimpfung bei Krebs – Neue Impfverordnung – Brustkrebs – YES!APP-Geschichten – Krebser-krankungen im Kindesalter – Deutsches Innovationsbündnis Krebs & Gehirn Liebe Freundinnen und Freunde, Ende der vergangenen Woche wendete sich Winfried Kretschmann, Minister-präsident des Landes Baden-Württemberg, an die Öffentlichkeit: Und informierte darüber, dass seine Frau Gerlinde an Brustkrebs erkrankt ist. „[E]igentlich ist es eine rein […]

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yeswecancer:

YES!WEEKLY #09

Veröffentlicht am 10. Februar 2021

Coronaimpfung bei Krebs – Neue Impfverordnung – Elektronische Patientenakte – Krebs und Corona – Krebsvorsorge – Zellbasierte Krebstherapie – Gemeinsam gegen Glioblastom – YES!APP- Geschichten Liebe Freundinnen und Freunde, am Vorabend des Weltkrebstages in der vergangenen Woche wurde in Brüssel Europas Plan gegen den Krebs offiziell vorgestellt. Damit startete am 3. Februar 2021 nach einem […]

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yeswecancer:

YES!WEEKLY #08

Veröffentlicht am 4. Februar 2021

Weltkrebstag 2021 – Krebsforschung – Krebs und Corona – Impfen bei Krebs – Krebsvorsorge – Nationale Dekade gegen Krebs – YES-APP – Geschichten Liebe Freundinnen und Freunde,  am 4. Februar ist Weltkrebstag. In diesem Jahr 2021 zum 21. Mal. Das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) „Ich bin und ich werde“ ruft jeden Einzelnen […]

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YES!WEEKLY #07

Veröffentlicht am 28. Januar 2021

WHO-Programm gegen Gebärmutterhalskrebs – Krebs und Corona – Impfen bei Krebs – Prävention – Partizipation – Personalisierte Medizin  – YES!APP-Geschichten Liebe Freundinnen und Freunde, heute widmen wir uns einem Skandal: Weltweit sind 2020 rund 342.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs verstorben. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert, dass diese Zahl dramatisch steigen könnte, wenn nicht rasch gehandelt wird. […]

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